Japan wird nicht umsonst das „Land der aufgehenden Sonne“ genannt. Die Ursprünge des Namens gehen bis ins Mittelalter zurück.
Mit einer Bevölkerung von mehr als 125 Millionen Menschen und einem BIP (Bruttoinlandsprodukt) von 4,4 Billionen US-Dollar gehört Japan zu den einflussreichsten Staaten der Welt. Die Geschichte des Landes reicht weit zurück. Als „Land der aufgehenden Sonne“ wird Japan in den historischen Aufzeichnungen schon relativ früh bezeichnet. Aber warum eigentlich?
Darum ist Japan das „Land der aufgehenden Sonne“
Die Reiseberichte des venezianischen Händlers Marco Polo machten Japan im 13. Jahrhundert erstmals der westlichen Welt bekannt. Der Entdecker nannte das Land „Cipangu“, angelehnt an die Landesbezeichnung der südlich lebenden Chinesen. Übersetzt bedeutet Cipangu so viel wie „Reich der aufgehenden Sonne“.
Für die Menschen in Südchina liegt Japan in der Richtung, in der die Sonne aufgeht. Allerdings bezeichnen die Japaner ihre Heimat auch selbst als „Land der aufgehenden Sonne“. In den historischen Aufzeichnungen taucht der Begriff erstmals zu Beginn des 7. Jahrhunderts auf.
Als die japanische Regierung damals eine souveräne Botschaft an die chinesische Regierung versendete, nutzte sie einen Begriff, der übersetzt „das Land, in dem die Sonne aufgeht“ bedeutet. Der exakte Wortlaut war folgender: „Vom Kaiser des Landes der aufgehenden Sonne an den Kaiser des Landes der untergehenden Sonne.“
So hatten sich die Japaner bei der Namensgebung offenbar an der geografischen Lage Chinas orientiert. Bevor sie ihre Heimat „Nihon“ oder „Nippon“ (Land der aufgehenden Sonne) nannten, war die Bezeichnung „Yamato“ üblich. Den Namen Japan brachten portugiesische Händler im 16. Jahrhundert mit nach Europa, als sie in Malakka (Malaysia) auf die Bezeichnung „Jepang“ gestoßen waren.
Dieses Lernvideo wurde von der Erklärfilm-Agentur „explain it simple“ erstellt.
