In Verbindung mit Anime und Streaming hört man immer wieder den englischen Begriff „Simulcast“. Doch wofür steht das eigentlich?
Vor allem Anime-Fans dürften den Begriff „Simulcast“ schon einmal gehört haben. Er wird unter anderem von Streamingdiensten wie Crunchyroll verwendet, um eine bestimmte Art der Veröffentlichung einer Serie zu beschreiben. Die genaue Bedeutung ist für Viele aber noch immer ein Rätsel. Mehr dazu im folgenden Beitrag.
Was bedeutet Simulcast?
Der Ausdruck „Simulcast“ setzt sich aus den englischen Wörtern „simultaneous“, also „simultan“ und „broadcast“, was „senden“ bedeutet, zusammen. Übersetzt heißt das etwa „Simultanübertragung“. Das Wort stammt aus dem Rundfunk und bedeutet, dass dasselbe Programm simultan über verschiedene Kanäle übertragen wird.
Vor allem ist der Begriff „Simulcast“ in der Anime-Szene bekannt. Hier bedeutet es, dass die Veröffentlichung einer neuen Folge einer Serie (beinahe) gleichzeitig zur Erstausstrahlung im japanischen Fernsehen stattfindet. So haben Abonnenten eines Streaming-Anbieters wie Crunchyroll die Möglichkeit, einen Anime unmittelbar in Deutschland zu schauen.
Simulcast und Simuldub
Bei einem Simulcast wird die Verzögerung zwischen TV-Premiere und Streamingstart auf ein Minimum gehalten, das von wenigen Stunden bis zu Tagen reicht. In der Regel gibt es dann aber auch noch keine deutsche Synchronisation. Stattdessen sehen Fans die Serie im Originalton mit deutschen Untertiteln.
Doch es gibt Ausnahmen: In einigen Fällen wird für den Anime ein sogenannter „Simuldub“ oder „Express-Dub“ angefertigt. So können Abonnenten die neuen Folgen direkt auf Deutsch streamen. Die Synchronisation nimmt jedoch Zeit in Anspruch, wodurch die Veröffentlichung nicht immer parallel zur TV-Premiere, sondern oft auch ein oder zwei Wochen später stattfindet.
